Die sechste Generation: Georg Pfingsten

    Georg Pfingsten wurde 1925 in Celle geboren. Er wuchs in schwierigen Zeiten auf. Nach dem Reichsarbeitsdienst kam der Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg. Georg geriet in amerikanische Gefangenschaft. Er wurde zunächst nach Louisiana und später nach Nordafrika deportiert. Erst 1948 kam er aus der Kriegsgefangenschaft zurück nach Celle und stieg in das väterliche Unternehmen ein. An der Seite seines Vaters lernte er die Arbeit und Aufgaben des Chefredakteurs und Verlegers kennen. Beinahe 17 Jahre arbeiteten sie gemeinsam. Nach dem Tod des Vaters trat Georg 1966 endgültig in dessen Fußstapfen und führte das Familienunternehmen in seinem Sinne weiter. Georg Pfingsten bewahrte dem Betrieb die redaktionelle und technische Unabhängigkeit – trotz zahlreicher Verkaufs­angebote. Er brachte die Technik auf den neuesten Stand und rationalisierte den Vertrieb. Als erste Zeitung in Niedersachsen setzte die „Cellesche“ moderne TTS-Setz­maschinen ein, die mit Lochstreifen arbeiteten. Die Druckerei vergrößerte Georg Pfingsten entscheidend und lagerte sie 1974 in den Neubau in Klein Hehlen aus. Außerdem engagierte er sich in mehreren Berufsverbänden, im Arbeitgeberverband Lüneburger Heide und der AOK und war unter anderem Vorsitzender des Verbandes Nordwestdeutscher Zeitungsverleger. Auch in örtlichen Vereinen brachte sich Georg ein und widmete sich mit besonderer Hingabe dem Denkmalschutz und der Bewahrung des Celler Stadtbildes. Als Georg Pfingsten im Juni 1982 im Alter von nur 56 Jahren starb, hatte er vieles in die Wege geleitet und dem Betrieb eine solide Basis geschaffen. Sein ältester Sohn Georg Christian übernahm die Leitung des Familienbetriebs, während sich der jüngere Sohn Ernst Andreas noch fachlich weiterbildete, um den kaufmännischen Bereich zu übernehmen.