Basteln mit Zeitungspapier – so einfach geht’s

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Die Grundzutaten für Pappmaschee: Tapetenkleister, Malerkrepp-Klebeband, Pinsel, Schere, vielleicht noch Pappe oder Rollen vom Toilettenpapier - und natürlich Zeitungen. ©Heike Alpers
So sieht der Hasen-Rohling zunächst aus: Aus Zeitungspapier und Klebeband ist die grobe Form des Deko-Objekts entstanden, die Papprollen dienen als Ohren.

Papierkorb auf – und weg damit: Wenn auch die hinterste Seite gelesen ist (oder die erste – je nach bevorzugtem Lesesystem), fügt sich die Zeitung ihrem Schicksal. Einige Menschen werfen sie nach dem Lesen gleich weg, andere legen sich zu Hause ein kleines oder größeres Archiv an, um besondere Artikel oder ganze Ausgaben als Erinnerungsstück, ja vielleicht sogar als historisches Dokument aufzuheben. Da hüpft das Herz jedes Zeitungsmachers vor Freude. Aber seien wir ehrlich: Irgendwann, früher oder später, landet doch alles mal im Müll. Dabei muss das gar nicht sein, meint Heike Alpers. Man kann doch noch so viel aus alten Zeitungen machen.

Alpers ist Mediengestalterin bei der Celleschen Zeitung und im Hause bekannt für ihre kreative Ader. Was sie in die Hand nimmt, was sie ausschneidet, formt und klebt – alles wird zu einem Kunstwerk. Die Objekte aus Zeitungspapier in dieser Ausgabe sind ihr Werk. „Gebastelt habe ich schon immer gern“, sagt Alpers, die ihr Hobby im entferntesten Sinne zum Beruf gemacht hat. „Ich liebe Buchstaben und alte Schriften.“ Zu ihren Hobbys zählt auch Kalligrafie. „Schrift und der Inhalt eines Textes müssen zusammenpassen“, meint sie. Seit einiger Zeit zieren Aufdrucke in besonderen Schriftarten Fenster und Glastüren im CZ-Gebäude an der Bahnhofstraße 1: Auch das war ihr Werk.

Fertig ist der lustige Hase mit großem Möhren-Vorrat.

Wer selbst einmal basteln möchte, hat es nicht schwer. Alles, was man braucht, sind Tapetenkleister, Malerkrepp-Klebeband, Pinsel, Schere, vielleicht noch Pappe oder Rollen vom Toilettenpapier – und natürlich Zeitungen.

„Eine grobe Form kann aus zerknülltem Papier, Pappe, Draht oder Alufolie bestehen“, erklärt die Hobbybastlerin. „Auch einen Luftballon kann man bekleben. Ähnlich wie Laternen, die oft in Kindergärten gebastelt werden“, sagt Alpers zum Vergleich. Das Klebeband verleiht der Unterkonstruktion Stabilität – und schon kommen die Schnipsel aus Zeitungspapier zum Einsatz. „Ich reiße mir dafür alte Zeitungen in Rechtecke, etwa fünf mal fünf Zentimeter groß“, so die Mediengestalterin. Anschließend wird jeder einzelne Papierschnipsel mit Pinsel und Kleister an die Form geklebt.

„Das anschließende Trocknen kann schon einige Stunden dauern. Danach kann man die Form immer wieder verbessern und verfeinern“, sagt Alpers. Wer es gern etwas bunter mag: Acrylfarben geben dem Kunstwerk einen frischen Anstrich.

Heike Alpers beweist viel Fantasie und Geschick bei ihren Basteleien. Und so
hat sie schon die eine oder andere Idee, was sie als Nächstes anfertigt. „Aber Vorsicht“, warnt sie augenzwinkernd. „Das kann richtig süchtig machen.“