Weit entfernt: CZ-Leser Gerry Deneke

Gerry Deneke

„Mein Heimweh habe ich durch die Cellesche Zeitung geheilt“, sagt Gerhard „Gerry“ Deneke. 6093,27 Kilometer Luftlinie trennen den in den USA lebenden 78-Jährigen von seiner alten Heimat Celle. Aufgewachsen ist er in der Blumlage. Und obwohl der US-Amerikaner in jungen Jahren den Zweiten Weltkrieg miterleben musste, erinnert er sich gern an die Zeit an der Blumläger Schule zurück. 1951 entschloss sich seine Familie, in die USA auszuwandern, wo schon andere Verwandte nach dem großen Glück auf der anderen Seite des Ozeans suchten. Er selbst wäre lieber in der Residenzstadt geblieben, wie er heute einräumt. Aber als 13-Jähriger habe er wenig Mitbestimmungsrecht gehabt. Der CZ ist Deneke die ganze Zeit treu geblieben. Seit 1943 „lese“ er die Zeitung, sagt er. „Als Fünfjähriger habe ich nur die Bilder angesehen. Damals waren die Comics und die Sportseiten mein Favorit.“ Letztere sind für ihn immer noch der Höhepunkt der Ausgabe. Mittlerweile liest er digital. „Per Fernpost kam die Zeitung leider mit bis zu drei Monaten Verspätung bei mir an“, sagt Deneke. Doch nun hat er alle Nachrichten aus seiner alten Heimat per Mausklick parat. „Speziell, wenn der TuS Celle FC ein Spiel gewinnt“, fügt der US-Amerikaner lachend hinzu. Celle ist in seinem Herz tief verankert. Sein erster Besuch in der Stadt 2004 war für ihn „wie ein Märchen“. Alles sei „immer noch da und wie im Bilderbuch gewesen“, sagt Deneke.