Nach der Theateraufführung zum CZ-Geburtstag wurde gefeiert

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Das CZ-Kleid aus Zeitungspapier war bei der Party der Hingucker. © Michael Schäfer

Das war vielleicht ein Fest am Freitag im Celler Schloss: Rund 260 geladene Gäste gratulierten unserer Zeitung zu ihrem 200. Geburtstag. Und sie erlebten die Uraufführung des Stücks „Die Zeitung“ mit, das im Schlosstheater dargeboten wurde. Für Gesprächsstoff sorgte natürlich auch die CZ im neuen Kleid, denn seit einigen Tagen ist das Erscheinungsbild der „Celleschen“ deutlich frischer. Das kam allenthalben gut an. Passend dazu präsentierte CZ-Mitarbeiterin Christin Matthesius das von ihrer Kollegin Heike Alpers gebastelte Zeitungskleid.

Das etwa 135-minütige Theaterstück sorgte für reichlich Gesprächsstoff bei den Gästen aus Wirtschaft, Politik und allen Bereichen des öffentlichen Lebens. So viel sei schon verraten: Die Darsteller schauspielern nicht nur, sondern sie singen auch, und ganz am Ende wird sogar ganz manierlich getanzt.

Im Rittersaal, einem der wenigen Säle aus der Zeit des Spätmittelalters in Norddeutschland, kamen die Gäste nach der Aufführung zusammen. Liebevoll waren langstielige Rosen auf den rund 50 Stehtischen drapiert, ein runder Untersetzer zeigte Szenen aus der Geschichte unseres Hauses. Am Haus der CZ wehte gestern das neue Logo der CZ und die Fensterscheiben des Kundencenters sind von Mitarbeiterinnen kunstvoll mit Schriftzügen versehen worden: das alles, weil gestern Geburtstag gefeiert wurde.

Ewald Dobler, der Vorsitzende des Verbandes der Nordwestdeutschen Zeitungsverlage, wies darauf hin, dass die CZ neben dem täglichen Nachrichten-Geschäft auch zwei Magazine erfolgreich herausbringe: „Alte Fotos erzählen“ und „CellaVie“. Damit bediene sie das „Lifestyle-Segment“. Er kündigte an, dass die CZ sich künftig auch stärker in den Event-Bereich einbringen werde, auch mit eigenen Veranstaltungen.

Das Theaterstück im Schlosstheater endete mit großem Beifall, ehe Verlegerin Friederike Pfingsten kurz und knapp „in den Rittersaal“ rief. Damit war der kulturelle Part des Fests noch nicht beendet, denn zum kalten Büfett in dem etwa 375 Quadratmeter großen Festsaal spielte die Band „Ellingtones“ zur Unterhaltung auf.

Und wie finden die Gäste die neue CZ, die seit dem 30. März in einem neuen Layout erscheint? Dirk Fischer, Inhaber des gleichnamigen Autohauses, empfindet das neue Design als „frisch“, auch wenn er meint, dass sich so viel ja gar nicht geändert habe. CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Adasch hat das Theaterstück sehr gefallen. „Es war toll. Das hat Spaß gemacht. Das ist mal eine ganz andere Art, solch ein Jubiläum zu feiern“, so der Politiker aus Hambühren. Er sei ein „großer Befürworter“ der Tageszeitung und er hofft, dass seine Kinder und Enkelkinder auch noch mit der Tageszeitung groß werden. „Für mich ist es das Schönste, morgens die Cellesche aus dem Briefkasten zu holen und genüsslich zum Frühstück einen Kaffee zu trinken.“

Rainer Prokop, Bürgermeister der Stadt Bergen, möchte die gedruckte Zeitung auch nicht missen. Er kann aber morgens aus dem Bett springen und sich schneller an die Arbeit machen, denn er liest einzelne CZ-Artikel schon am Abend vor dem Erscheinungstag auf der Homepage der CZ im Internet. Er empfindet das neue Layout der Zeitung als „gewöhnungsbedürftig“. Michael Schmidt, Inhaber der gleichnamigen VW-Autohäuser, pflichtet ihm bei. Er müsse sich erst einmal orientieren. Auch der ehemalige Wietzer Polizeichef Kurt Trumtrar und der Wietzer Bauunternehmer Heinrich Wiebe müssen sich erst einmal an das neue Erscheinungsbild gewöhnen, meinten sie.

Der Politiker Torsten Schoeps war begeistert von Theaterstück und Zeitungs-Relaunch zugleich. Die CZ komme ihm jetzt noch seriöser vor. Er finde die Infos, die er suche, nun schneller. Kultur-Manager Jürgen Wippich findet die neue CZ strukturierter, klarer und übersichtlicher. Er vermisse nur die Ortsmarken in den Meldungsspalten. Aber auch daran werde er sich noch gewöhnen.