Die dritte Generation: Georg Heinrich Pfingsten

    Georg Heinrich Pfingsten wurde am 19. Januar 1813 in Ipswich/England geboren. Sein Vater Friedrich war Offizier in der „King’s German Legion“. 1819 wurde Friedrich Pfingsten in den Ruhestand versetzt und zog mit der Familie nach Celle. Sie wohnten an der Blumlage. Der damals sechsjährige Georg Heinrich soll zu dieser Zeit noch kein Wort Deutsch gesprochen haben. Mutter Anna starb bereits 1826. Georg Heinrich wollte Soldat werden, doch der Vater schickte ihn stattdessen nach Hannover in eine kaufmännische Lehre. Nach fünf harten Lehrjahren ging er als Gehilfe nach Hamburg, kehrte dann aber nach Celle zurück. Dort arbeitete er bei Nasemann und Schultz, bevor er in der Lachendorfer Papierfabrik anfing. Mit einer der sieben Töchter von Georg und Elisabeth Drewsen war er sogar vorübergehend verlobt. In Lachendorf lief 1846 die erste Papier­maschine an und vervielfachte die Produktion. Georg Heinrich war 1848 als Handelsreisender für Drewsens in Kassel. Dann kaufte er ein Haus in Celle und eröffnete dort ein Papiergeschäft. 1855 heiratete er die damals 19-jährige Clara Heuer. Sie hatten drei Kinder: Georg Wilhelm, Hermann und Anna. Seine Schwiegermutter holte ihn 1868 als Geschäftsführer zu Schweiger & Pick. Trotz Pfingstens Hannovertreue bekam die „Cellesche“ im Februar 1869, unter preußischer Regierung, den wichtigen Status des Kreisblatts. Der Leserkreis vervielfachte sich. Georg Heinrich Pfingsten erweiterte das Blatt in vielerlei Hinsicht und führte am 2. Februar 1869 den Titel „Cellesche Zeitung und Anzeigen“ ein. Im April 1869 erschien die Cellesche erstmals im sogenannten „Berliner Format“. Der Lokalteil wurde weiterentwickelt und die Rubriken „Politische Nachrichten“ und „Aus der Provinz“ eingeführt. Seit Neujahr 1881 erschien die Zeitung täglich, außer montags. Georg Heinrich Pfingsten starb am 15. Mai 1883.