Blattmacherin: Maren Schulze

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    Als leidenschaftliche Krimileserin liebt Maren Schulze Geschichten. Nicht nur ausgedachte – viel faszinierender noch sind die Geschichten, die das Leben schreibt. Diese den Lesern nahezubringen, Lebenslinien nachzuzeichnen, die Vorbild sein können, die Mut machen und zum Nachdenken anregen – das hat bei Maren Schulze schon früh den Entschluss reifen lassen, Zeitung machen zu wollen. Erste Versuche gab es bei der Schülerzeitung, nach dem Abitur sollte das Studium der Germanistik mit Schwerpunkt Journalistik in Bamberg sie ihrem Ziel näherbringen. Tatsächlich war es schon das fürs Studium nötige Praktikum bei der Allgemeinen Zeitung in ihrer Geburtsstadt Uelzen, das letztlich den Ausschlag gab. Nach Franken ging es zunächst dennoch – allerdings nur, bis eine Stelle als Volontärin in Uelzen frei wurde. Zunächst als Volontärin, später dann als Redakteurin berichtete sie über das Leben rund um Ebstorf und Suderburg in Text, Bild und Grafik. Bis 2006 der Wechsel nach Celle anstand. Bei den anfänglichen Fahrten in Richtung der neuen Wirkungsstätte fand Maren Schulze Gefallen an der Landschaft rund um Eschede. Und – wie es heute eben so ist – über das Internet auch eine neue Bleibe. Auch wenn die Entscheidung, ins kleine Endeholz zu ziehen, ihr bei Freunden zunächst zweifelnde Blicke eintrug – bereut hat sie ihren Entschluss nie. Und dank der dörflichen Strukturen hat die 37-Jährige eine neue Heimat gefunden, die sie noch heute gerne bei ausgedehnten Spaziergängen und Radtouren weiter erkundet. Dabei gibt es für die seit Mitte 2016 als Blattmacherin Tätige natürlich auch so manches Thema zu entdecken, anhand dessen sich im Idealfall Großes im Kleinen erklären lässt.