CZ digitalisiert ihr Zeitungsarchiv: Unbezahlbarer Schatz

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Florian Friedrich mit den gebundenen Originalzeitungen im CZ-Archiv: Der Historiker schreibt derzeit an der Chronik des Zeitungshauses. ©Marcus Jacobs

Ein Zeitungsarchiv ist nicht allein das Gedächtnis einer Redaktion. Es wird quasi von selbst zum wesentlichsten Zeitzeugen der Region, über die diese Zeitung berichtet. Über das Archiv legitimieren sich Politik und Gesellschaft, klären sich viele Fragen des Weshalb und des Wohin. 200 Jahre lang hat die Cellesche Zeitung die Erinnerungen und Erfahrungen der Menschen in Stadt und Landkreis aufgeschrieben, veröffentlicht, in Jahresbänden eingebunden und auf Mikrofilm kopiert. Ein unbezahlbarer Schatz.

Doch dieser Schatz war bislang nur schwer zugänglich. Gesichert in klimatisierten Räumen und Panzerschränken. Der Zugriff war eingeschränkt, die Inhalte nur für den brauchbar, der genau wusste, wonach er suchte. Wir sind dabei, das zu ändern. Wir möchten das Gedächtnis der Region möglichst unkompliziert möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Die CZ digitalisiert ihr Archiv.

Technisch gesprochen: Wir scannen fast 700.000 Seiten von gut 68.000 Ausgaben der vergangenen 200 Jahre, erstellen daraus PDF-Dateien und lassen eine Texterkennungssoftware darüber laufen. Im Ergebnis erhalten wir die CZ ab 1817 im digitalen Format, in dem dann eine Volltextsuche durchgeführt werden kann. Jetzt können wir tatsächlich unser Gedächtnis gezielt durchforsten – für Historiker, Redaktion und interessierte Celler bieten sich so geradezu unendliche Recherchemöglichkeiten.

Noch sind wir nicht so weit, dass wir unser Archiv dem öffentlichen Zugriff übergeben können. Aber wir sind dabei, und wenn alles gut geht, werden wir wahrscheinlich noch in diesem Jahr mit den ersten öffentlichen Tests beginnen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.