Volles Haus bei CZ-Podien

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Emotionale Debatte: Vor der Oberbürgermeisterwahl 2016 diskutierten CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber (links) und Redakteur Michael Ende (rechts) vor mehr als 600 Zuhörern mit Dirk-Ulrich Mende, Alexandra Martin und Jörg Nigge (von links). ©Oliver Knoblich

Stadthaus Bergen, 10. Dezember 2013: 490 Zuschauer sitzen im Saal. Der Andrang ist so gewaltig, dass der restlos gefüllte Saal niemanden mehr aufnehmen kann. Viele müssen draußen bleiben. Die CZ hatte zur Podiumsdiskussion geladen. Es ging um das Thema, das seit Jahren polarisiert wie kein anderes: die Rückkehr des Wolfs ins Celler Land. Die CZ-Redakteure Tore Harmening und Joachim Gries diskutierten mit der Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft, Vertretern von Schafzüchtern und Umweltministerium, mit Jägern – und natürlich mit Lesern. Ist der Wolf für Menschen gefährlich? Wie werden Schafhalter entschädigt? Sollen Wölfe abgeschossen werden?

Die Besucher sollten aus erster Hand über das Raubtier informiert werden. Sie konnten sich eine Meinung bilden. Und natürlich war es auch ein Forum zum Dampfablassen. Der eine oder andere Besucher machte deutlich, was er von der Rückkehr des Wolfes hält. Während der Debatte wurde schnell klar, dass es enorme Vorbehalte gegen das Raubtier gibt. Viele haben Angst: Gastgeber vor Einbrüchen im Tourismus-Geschäft; Schafhalter, dass sie alleine gelassen werden mit dem Problem, ihre Herden zu schützen; Hundehalter und Reiter, dass sie dem Raubtier im Wald begegnen.

Mit den Bürgern ins Gespräch kommen, Politiker unterschiedlicher Couleur und Experten zusammenbringen, eine Plattform zur engagierten Diskussion anbieten – darum geht es bei Podiumsdiskussionen. Eine intensive Debatte gab es im Dezember 2013 auch im Berger Stadthaus. Über das Podium der Celleschen Zeitung berichteten anschließend sogar überregionale Medien.

Die Podiumsdiskussionen finden vor allem im Vorfeld von Wahlen statt. Seit vielen Jahren lädt die CZ regelmäßig dazu ein. Sie holt die Spitzenkandidaten an einen Tisch. Die Moderatoren stellen Fragen und fühlen den Politikern auf den Zahn. Und immer haben Leser die Möglichkeit, sich direkt an die Diskussionsteilnehmer zu wenden.